Empowerment & Dank
Professionell, leidenschaftlich und mit einer guten Portion britischem Humor: Annie Lush (mit Tochter Giovanna) im Talk mit Andreas Kling im Sailing Center. "© 2026 Pressebüro Dietrich / Foto: Axel Dietrich"
Rückblick auf die boot 2026: Über die Keynote von Rosalin Kuiper bis zur Gastfreundschaft im Pressecenter.
Düsseldorf. Ein Gastbeitrag von Maja Jordan (sailgoddess):
Zwischen 16 Messehallen und über 1.000 ausgestellten Yachten setzte die boot Düsseldorf im Januar 2026 ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Branche. Messedirektor Petros Michelidakis hob die Einführung von frauenorientierten Segelseminaren als direkte Reaktion auf Rückmeldungen vieler weiblicher Teilnehmer hervor. Sein Ziel ist klar: Das Segeln soll zugänglicher und attraktiver werden. Ein zentraler Ankerpunkt dieser Entwicklung war das Sailing Center in Halle 15. Dort gab die Weltklasse-Seglerin Annie Lush im Gespräch mit dem Segel-Journalisten Andreas Kling (SegelReporter/YACHT) tiefe Einblicke in den Profisport. Dass Annie ihre kleine Tochter Giovanna mit auf die Bühne brachte, war ein starkes Zeichen: Sie lebt vor, dass Mutterschaft im Hochleistungssport kein Tabu mehr sein darf.
Als Mitbegründerin des The Magenta Project nutzt Annie ihre enorme Erfahrung, um Barrieren abzubauen. Direkt daneben, am Infostand der Initiative, wurde deutlich, wie sehr sich die Branche wandelt: Hier geht es um echte Chancen und darum, wie sich Karriere und Familie auf Profi-Niveau vereinbaren lassen. Ich war vor Ort, um diesen Impuls aufzugreifen, den Stand zu besuchen und im anschließenden Fachprogramm mit weiteren Experten über den aktuellen Stand der Dinge zu diskutieren.
Wissen, Netzwerk, Wachstum: Die Seminar-Initiative
Die Messe schuf in diesem Jahr einen besonderen Platz für gezielte Weiterbildung. Das Programm war genau auf unterschiedliche Erfahrungen zugeschnitten. Ein Höhepunkt war das Seminar für Fortgeschrittene unter dem Titel „Sail. Connect. Grow.“, das Größen wie Emily Penn und Annie Lush speziell für erfahrene Segler leiteten. In einem eigenen Seminarraum auf dem Gelände ging es darum, technisches Wissen zu vertiefen und neue Blickwinkel auf den Sport zu finden.
- Führung und Crew-Dynamik: Wie man ein Schiff und die Mannschaft souverän führt.
- Resilienz: Mentale und praktische Stärke, wenn es draußen hart wird.
- Persönliches Wachstum: Wege, um im Segelsport professionell voranzukommen.
Netzwerke und ein besonderer Dank
Der Austausch mit Profis wie Sanni Beucke hat mich bestärkt: Wenn Wissen gebündelt wird – egal ob in der Technik, im Charter oder im Management – bewegen sich die alten Strukturen. Aber Unterstützung findet oft auch abseits der großen Bühne statt. Ein ganz besonderer Dank gilt hier Tania Vellen (Senior Manager Press and PR) sowie Andreas Krüger (Redakteur beim Düsseldorf EXPRESS).
Nachdem Axel Dietrich, der das Projekt von Anfang an als langjähriger Wegbegleiter und Supporter unterstützt, Probleme mit dem Ticketkauf hatte, wandte sich Andreas Krüger an Frau Vellen und informierte sie über die Situation. Sie reagierte schnell und unbürokratisch und stellte kurzfristig Tickets zur Verfügung – was die reibungslose Teilnahme an der Messe sicherte. Darüber hinaus ermöglichte Tania Vellen den Zugang zum Pressecenter der Messe Düsseldorf. Axel Dietrich, seine Frau Antonie und ich erhielten zudem eine Einladung zum Mittagessen, das mit einem hervorragenden Tafelspitz, feinen Vorspeisen und Desserts ein echtes Highlight des Messetages war. Diese Gastfreundschaft zeigt, wie viel das persönliche Engagement hinter den Kulissen wert ist.
Ausblick: Kurs auf 2027
Dass die boot Düsseldorf Seminare von Frauen für Frauen anbietet, zeigt, wie wichtig Fachwissen in diesem Bereich ist. Ich nehme viel Inspiration für die nächsten Monate mit. Die Verbindung zur Messe bleibt bestehen, und ich hoffe sehr, meine Expertise im nächsten Jahr vielleicht selbst im Rahmen eines Fachbeitrags oder auf der Bühne teilen zu können. Wir freuen uns darauf, die Vision einer modernen maritimen Welt weiter voranzutreiben.